Rockaby

nach Samuel Beckett - eine Tanz-Theater-Performance

Rockaby - eingelesen von der Schauspielerin Anja Laïs (ehemals Schauspiel Köln, heute Deutsches Schauspielhaus Hamburg) und performt von Bibiana Jimenez (ehemalige Solisten bei Johann Kresnik) - ist ein kurzer Frauenmonolog über den ewigen Zyklus des Sterbens, den Samuel Beckett 1980 schrieb.

Der Titel spielt auf den Namen eines derb humorigen englischen Kinderlieds an, dessen populärste Version damit endet, dass ein Baby von einem Baum fällt, weil der Ast bricht, auf dem seine Wiege stand.

Rockaby zeigt das Sterben einer Frau. Sie sitzt regungslos im Schaukelstuhl ihrer
verstorbenen Mutter, dessen wippende Bewegung immer dann wie von Geisterhand angestoßen einsetzt, wenn sie nach „mehr“ verlangt. Zu hören ist nur ihre monotone Stimme in Form eines rhythmischen Hörspiels, getragen vom Metrum des Schaukelstuhls, Geschichten von ihrer Vergangenheit und ihrer toten Mutter erzählend. Am Schluss des Stücks kommt das Schaukeln allmählich zum Stillstand, während die Frau langsam den Kopf sinken lässt und stirbt.

Der ewige Kreislauf des Lebens und die Ausweglosigkeit der Lebenssituation spiegeln sich in der strengen Form wieder.

Rockaby ist ein kurzer Einakter den Samuel Beckett 1980 für die State University of New York schrieb. Das wehrtheater/andrea bleikamp nähert sich dem Monolog auf der sinnlichen, körperlichen Ebene und versucht den Text durch die Form des Tanzes zu visualisieren und erfahrbar zu machen.

Regie/Konzept: Andrea Bleikamp
Tanz/Choreografie: Bibiana Jimenez
Stimme: Anja Lais
Ausstattung: Claus Stump
Dramaturgie: Rosi Ulrich
Musik: Timo Reuber
Licht: Boris Kahnert
P+Ö: mechtild tellmann kulturmanagement

Trailer Rockaby