Raus aus Bernardas Haus

frei nach Federico García Lorca

"Ich will nicht alt und runzlig werden wie ihr. Morgen ziehe ich mein grünes Kleid an und gehe auf die Straße. Ich will raus hier!" (Adela)

Sätze von drängender Aktualität, überall erlebbar, wo eine scheinbar übergeordnete Macht die Fäden in der Hand hält und dafür sorgt, dass niemand aus der Reihe tanzt, sondern unter Einhaltung aller gesellschaftlichen Normen um Gestern versteinert.

Der demontierte Text dient als Grundlage für einen Assoziationsraum, in dem Gedanken aus Bernarda Albas Haus visuell und akustisch erfahrbar gemacht werden. ein Klopfen an die Holzwand, bläuliche Nacht und weißer Tag, Hitze, unterdrückte Leidenschaft und immer wieder lauern Geheimnisse, gewalttätig und roh. Die vermeintliche Unzerstörbarkeit eines auf Zerstörung und Menschenvernichtung ausgerichteten Systems.

Dann: Hält man Menschen unter Verschluss, explodieren sie irgendwann wie Popcorn!

wehrtheater/andrea bleikamp in koproduktion mit der studiobühneköln